Elektromobilität

Mobilitätswende für alle

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Mit Süwag2GO macht der Energiedienstleister Elektromobilität auf zwei Rädern für jeden erlebbar – und bringt E-Roller im Abomodell in zahlreiche Städte. Eine Spritztour durch Wiesbaden zeigt, wieviel Spaß darin steckt.

David Wiethoff düst mit dem Roller in nördlicher Richtung durch die Wiesbadener Innenstadt – und ist dabei in mehrerlei Hinsicht in seinem Element: Zum einen sind Zweiräder die große Leidenschaft des Süwag-Marketingleiters, der gern an seiner alten, havanna-braunen Vespa schraubt und regelmäßig Motorrad und Fahrrad fährt. Zum anderen ist der Elektroroller, mit dem er gerade in Richtung Neroberg unterwegs ist, inzwischen ein wichtiger Bestandteil seines Jobs. Als Marketing-Chef verantwortet Wiethoff auch Süwag2GO, einen innovativen Geschäftsbereich rund um neue Mobilitätslösungen.

Am Fuße des Nerobergs, einem Naherholungsgebiet im Wiesbadener Norden, hält er an und nimmt seinen Helm ab. „Wir wollen Elektromobilität für jeden erlebbar machen“, beschreibt er das große Ziel hinter den Aktivitäten. „Dieses Fahrgefühl sollte nicht nur Menschen vorbehalten sein, die sich ein Elektroauto leisten können“, ergänzt er, während er seinen Roller abstellt, der auf den Namen „Wies-e“ (sprich: Wiesie) hört.

130.000 Kilometer auf zwei Rädern

Begonnen hat die Mobilitäts-Offensive der Süwag 2019 mit Frank-e, einem E-Roller für Frankfurt, der sich ganz simpel per Smartphone-App ausleihen und überall im Stadtgebiet wieder abstellen lässt – schon ab 19 Cent pro Minute, zwei Helme inklusive. Auf Frank-e folgten Newb-e in Neuwied, Meenz-e in Mainz, Taun-e in Bad Homburg, Freib-e in Freiburg und eben Wies-e in Wiesbaden.

Inzwischen umfasst das E-Roller-Sharing der Süwag ab Mai 2022 stolze 600 Fahrzeuge in elf Städten, Tendenz steigend. „Mit den E-Rollern sprechen wir auch jüngere Zielgruppen an, die oft noch keine eigene Stromlieferung von uns erhalten“, weiß Wiethoff, der sich vor allem über die positiven Umwelteffekte freut: Rund 130.000 Kilometer haben die Nutzer im Jahr 2021 mit den schicken Zweirädern zurückgelegt und dabei gegenüber klassischen Motorrollern rund 13 Tonnen CO2 eingespart.

Wie werden wir uns morgen fortbewegen – und was hat die Süwag damit zu tun?

O-Ton Mike Schuler

Angenehmer Nebeneffekt der großen Zweirad-Flotte: Mit dem deutlich sichtbaren Süwag-Logo auf beiden Seiten surren die Roller als sympathische Markenbotschafter des Versorgers durch Stadt und Land – verknüpft mit dem positiven Versprechen klimaschonender Mobilität.

Zusätzlich zur eigenen Flotte, die weiter wachsen soll, bietet das E-Roller-Team der Süwag das Konzept inzwischen auch anderen Versorgern wie E.ON an. „Wir stellen die Fahrzeuge bereit und kümmern uns um Akkutausch, Kundenkontakt und Wartung“, erklärt Wiethoff und geht hinüber zur Nerobergbahn, einer historischen Standseilbahn im Wiesbadener Norden.

Bei aller Liebe zum Zweirad: Er und sein Team begeistern sich auch für Elektroautos. Neben der Wallbox zum bequemen Laden zu Hause gehört die „Süwag2GO Charge“-App zum Portfolio. Mit ihr können Süwag-Kunden bundesweit an mehr als 25.000 Ladestationen Strom tanken. Die App bietet zudem eine Vielzahl digitaler Funktionen rund ums Laden: Auf einer Übersichtskarte finden Nutzer die passende Ladestation in ihrer Nähe und Infos zur aktuellen Verfügbarkeit der Stationen. Die App navigiert den Fahrer außerdem auf dem kürzesten Weg zur ausgewählten Station, wo der Fahrer den Ladevorgang dann – ebenfalls über die App – startet.

Warum aber beschäftigt sich ein Energieversorger überhaupt so viel mit Mobilität? „Unser Ziel ist es, Lebensqualität in die Region zu bringen“, sagt Wiethoff, während er sich dem Ticketschalter der Nerobergbahn zuwendet. „Und nachhaltige Mobilität gehört definitiv dazu.“ Dabei ist ihm bewusst, dass es mit bezahlbaren E-Fahrzeugen allein nicht getan ist. Je mehr es davon gibt, desto intelligenter und leistungsstärker müssen die Netze werden, um genügend – und zudem möglichst nachhaltige – Energie zu liefern. „Dabei darf die Stromversorgung keine Einbahnstraße sein“, sagt er und erklärt, dass die E-Autos der Zukunft auch Stromspeicher sein könnten, die bei Bedarf Energie ins Netz zurückspeisen.

Doch das ist aktuell noch Zukunftsmusik. Stressfreie E-Mobilität auf zwei Rädern hingegen ist bei der Süwag gelebter Alltag. Auch für David Wiethoff, der jetzt allerdings in die historische Bahn umsteigt, um auf Wiesbadens Hausberg zu gelangen und dort die Aussicht zu genießen.

Die Standseilbahn, die bereits seit 1888 in Betrieb ist, hat übrigens ebenfalls einen alternativen Antrieb: Die beiden leuchtend gelben Wagen, die über ein langes Stahlseil mit einander verbunden sind, ziehen einander gegenseitig den Berg hinauf. Damit das klappt, wird in dem Wagen, der gerade an der Bergstation steht, ein großer Wasserbehälter befüllt. Dank des höheren Gewichts kann er dann bei seiner Talfahrt den leichteren Zwilling bergan ziehen.

Die Pumpen, mit denen die Tanks befüllt werden, wurden zunächst mit einer Dampfmaschine betrieben, bereits seit 1916 allerdings laufen sie mit Strom – „auch eine Art von Elektromobilität also“, sagt David Wiethoff augenzwinkernd, während die Bahn sich ratternd in Bewegung setzt. „Und das schon seit über 100 Jahren!“

Fotos: SeitenPlan/Sascha Kreklau